In letzter Zeit lese ich öfters etwas zum Aussterben der LMS, the death of the LMS etc., meistens von Web 2.0 Verfechtern. Auch wenn ich ein Web 2.0 Fan bin sollten wir uns bewusst halten was ein LMS gut kann, sowie was stärken von WEB 2.0 Applikationen sind.
Ein LMS kann gut tracken, was sehr wichtig ist wenn es im Rahmen von Gesetzten darum geht Compliance Schulung von best. Zielgruppen sicherzustellen und zu dokumentieren. Oder im Sinne von Risk Management durch Zertifizierungen ein Minimal Mass an Skills sicherstellt (z.B. als Enablement Indikator).
Im Event Management Bereich ist ein LMS ein klarer Efficiency Optimierer durch self services, workflows etc… Gerade bei komplexen Inhalten und auch bei Ausbildung in Umfassenden Themen.
Trainings programme verbunden mit Jobprofillen im Sinne von Karrierepfaden und unterstützenden Massnahmen können auch gut von einem LMS dargestellt und gemanaged werden als Entwicklungspfade – es geht hier um die Integration ins Talent Management. Dies ist ein wichtiger Faktor im Rahmen von Employee Engagement & Retention. Für spezielle Zielgruppen wie Manager, spez. wichtige Jobfunktionen ist diese Komplexität auch einfach handelbar (für die gesamtbelegschaft dafür eher schwer).
Diese Punkte zeigen die Relevanz von LMS, jedoch muss sich das LMS auch den neuen Trends öffnen, z.B. durch Ansätze wie den Amazon Ansatz – LMS können erweitert werden indem Web 2.0 Funktionen das Lernen umgeben (z.B. in Form von Ratings von Kursen, Kommentaren). Optimal ist auch eine Integration dass ein Mitarbeiter bei einer Suche nach Wissen formelles Lernen aus dem LMS findet, aber auch informelles wie Podcasts, Forendiskussionen etc. Ein Beispiel ist hier z.B. die SAP LSO Integration mit Jive oder das gehostete Cornerstone LMS.
Und daneben machen social media einfach losgelöst vom formellen Lernkontext Sinn, z.B. wiki Seiten zur gemeinsamen Entwicklung von FAQs; social networks zur Unterstützung von Communities of Practice. (Community Ansatz). Auch ist es sinnvoll social Media in Lerninhalte hineinzuintegrieren – was jedoch technisch sowie methodisch passieren sollte (embedded Ansatz). Nur ein Forum freizuschalten und mit dem Kurs zu verlinken ohne didaktische Integration, Moderations reicht nicht aus (habe ich selbst jdenfalls ncoh nicht anders erlebt).
Interessant finde ich auch die Diskussion um Tracking von Social Media. Auch hier schlägt immer wieder der Kontrollzwang zu, man sollte sich jedoch immer wieder seiner Ziele berufen und welche Tools danach Sinn machen. (Tracking, Sicherstellung dass Lernen stattgefunden hat = LMS mit Assessments; schnelles Enablement, on-demand Lösen von Problemen, Meinungen/ Erfahrungen einholen = eher Podcasts, social Networks).
Als Resüme kann man sicher ziehen, dass das “standalone LMS” dead ist bzw. sich dringend weiterentwickeln sollte um zu überleben.
Gute weitere Infos & Gedanken gibt unter folgendend posts:
The Standalone LMS is Dead http://www.danpontefract.com/?p=152 bzw. hier:
Learning 2.0 and Workplace Communities: http://www.astd.org/lc/2009/0209_wilkins.html
Mehr zu meiner Sicht auf Integration von formellem Lernen & informellem finde Sie auchdemächst hier, ich entwickele gerade einen Vortrag zur Integraiton von formellem & informellem LErnen durch web 2.0 Tools.