Monthly Archive for Dezember, 2009

Summary der Cegos-Studie 2009: Trainingsformen und E-Learning Trends

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Anbei meine Key Learnings der Studie: Trainingsformen und E-Learning Trends, gelesen im Handbuch E-Learning (30. Erg, 10/2009)

  • Lernende im Unternehmen sind aufgeschlossener gegenüber dem Einsatz neuer Technologien (Wikis, Blogs…) als HR Abteilungen & Trainingsmanager. Trainingmanager sind eher interessiert am Ausbau von Präsenztraining. Dies wollen Mitarbeiter bei aller Vorliebe für neue Methoden jedoch beibehalten haben.
  • Auch hier zeigt sich der Trend zur Verkürzung von Trainings (= Trend zu mehr Modularisierung/ Microlearning)
  • Inwieweit die Antwort: “50% Mitarbeiter möchten gerne mehr e-learning ” zustandekommt verstehe ich nicht voll – wenn man mich fragt bevorzuge ich immer noch ein Präsenztraining in einem noblen Hotel. Bzgl. E-learning werden mehr Simulationen erwartet und mehr visuelle, pädagogische Qualität.

Möglich ist dasss die Ergebnisse eher zum Vertrieb des Studienhersteller durch geschicktes Frage stellen und auswerten dienen. Da das Sample sicher nicht wirklich auf meine Firma zutrifft nehme ich vor allem mit, dass ich eine ähnliche Befragung einmal bei uns wieder machen sollte – um die allgemeinen Bedürfnisse bzgl. Trianignsformen besser zu verstehen. Und das Finding, dass lernende aufgeschlossener gegenüber neuen Technologien sind als die “Experten” – nehme ich mit in die nächsten Diskussionen mit anderen Trainings und HR Managern.

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Personal Learning Environment (PLE) – was ist das?

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Personal Learning Environment (PLE) – was ist das? Wenn auch der Begriff nicht total neu ist – im Corporate Learning Umfeld wurde er noch nicht so stark diskutiert. Anbei meine erste Zusammenfassung:

Ple ist zuerst mal ein Toolset für Lerner, stark lernerzentriert ist mit einem zentralem Zugang zu verteilten online Informationen , Ressourcen, Kontakten 

Oder wie auf Wikipedia definiert als Konzept der individuellen Ausgestaltung der eigenen Lernumgebung (i.s. individueller Zusammenstellung von (Social-) Software, die das zumeist informelle Lernen mit dem Computer unterstützt) ( http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Learning_Environment)

PLE stellt eigene Aktivitaeten, Produkte in einer anderen Lernumgebungen zur Verfuegung  

Der Lerner ist aktiv, adaptiert seine Umgebung,  sie wird nicht fuer ihn adaptiert wie im klassischen LMS. Lerninhalte werden selbst und/oder durch Kollaboration entwickelt (Foren, Wikis, Blogs, Kommentaren)

Fokus: Aktivitaeten, Interessen, Handlungs- und Interaktionsmoeglichkeiten des Lerners

Was macht der Lernende in der PLE?
Informationssuche, Sammeln und Strukturieren ,Bearbeiten, Analyse, Reflexion, Präsentieren, Repräsentieren, Teilen, Networking

Wie ist der Zusammenhang zu anderen Konzepten? 
-  Persönlichem Wissensmanagement  (Organisation und Doku eigener Beiträge und Quellen) —> aber eher WM nahes, keine Belege, Passwörter…
- e-Portfolio (Dokumentation des Gelernten/ Lernbelege; Reflexion) –> eher inhaltliche Untermenge der PLE – jedoch fehlt bei PLE die Sicht der Tutoren
- Kommunikation & Kollaboration –> meine Foren, Blogs, Communities, meine Kontakte/ Experten –> hier hier gilt es den ganzen Blumenstrauss von Communities und Diskussionen zu vereinen für einen Lerner

Risiken:
- Ownership- Copyright von Inhalten
- Security of personal data
- Medienkompetenz (nicht geeignet für alle Zielgruppen)
- Medienzugang (bzw. Internetzugang)
- Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen
- Offenheit & Vertrauen der Organisation

 Eigene Erfahrungen
- Etwas was in diese Richtung geht: Eine Erweiterung unseres LMS mit einem Bereich “my Action Plan”: hier kann der Lerner Favourites, prebookings, skills etc. hinzufügen – neben zentral vorgegebenen Lerninhalten/ events. Aber dies geschieht eben “nur” innerhalb der Grenzen des LMS – also externe Inhalte, Feeds, Channels/ Plattformen kann ich mir als Lerner nicht hinzufügen
- Oder die Personal Homepages versch. Corporate Web 20 Tools, auch bei uns ein Thema
- Mash-up Seiten wie iGoogle oder feedreader gehen in die Richtung – benutze ich jedoch nur privat
- Inwieweit es Unternehmen zulassen interne und externe Inhalte & Kommunkations-kanäle zu integrieren wird die Zukunft zeigen – bis jetzt sieht es eher nach einer Trennung aus – auf Grund von Security Risiken aber auch des Effizienzabfalls (Unternehmen haben oft Angst dass MA nur noch twittern oder auf Facebook unterwegs sind
–> Es ist nicht wirklich ein Applikation – eher ein neuer Ansatz Social Software für Lernzwecke zu Nutzen (obwohl ein Mashup Tool dazu ganz hilfreich wäre.)

 http://www.slideshare.net/tag/ple

Beipiel Architektur: http://octette.cs.man.ac.uk/jitt/images/b/ba/Wilson_future_PLE.jpg

Beispiel einer Anwendung: http://sarah-stewart.blogspot.com/2009/04/my-ple-2009.html

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Podcasts zum Wissenstransfer und Lernen – Resüme der Fallstudie

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7 Resümee

 

Der Einsatz von Multimedia in der betrieblichenWeiterbildung entwickelte sich in den letzten Jahren rasant. Das Lernen in Form von E-Learning gehört zum Alltag vieler Unternehmen, wenn auch nicht in dem großen Umfang, wie während des E-Learning-Hypes vermutet wurde. Podcasts erweitern das digitale Lernen um die Möglichkeit des mobilen Lernens und eröffnen neue Wege, um der Notwendigkeit des selbstgesteuerten und lebenslangen Lernens gerecht zu werden. Speziell als Microcontents fördern Podcasts das Lernen »on-demand« während der Arbeit und in Randzeiten. Speziell durch die einfache mobile Nutzung mobil von Audioformaten unterwegs. Die Priorität von Podcasts ergibt sich dabei aus der Relevanz ihrer Inhalte; d. h. wichtige Inhalte bzw. für größere Zielgruppen relevante Inhalte werden häufiger nachgefragt. Generell wurde auf die Produktion der Medieninhalte der Industrialisierungsansatz der SAP-KPS-Organisation (Knowledge Productization Services) angewandt: Die Produktion wurde weitgehend standardisiert und, wo möglich, automatisiert, um Kosten zu reduzieren sowie die Erstellung zu vereinfachen.  So gleichen sich zum Beispiel alle Experts@Work-Videos grundsätzlich im Hinblick auf Kameraeinstellung, Einspieler und Fragen. Dadurch konnte die Produktionszeit halbiert werden. Audiopodcasts benutzen Standard Skript Templates (incl. didaktischen Elementen wie Lernzieltemplates, Strukturhilfen, Tips zum Schreiben von Skripts) und können einfach per Telefon aufgenommen werden. Sie sind sehr kosteneffizient zu produzieren und eignen sich vor allem als begleitendes Medium zum Information-Rollout. Die hohe Akzeptanz der Podcasts durch die Benutzer zeigt insgesamt deutlich, dass ein Bedarf für Podcasting besteht und dass es einen Mehrwert darstellt. Das Medium hat sich in den letzten drei Jahren etabliert und steht inzwischen gleichberechtigt neben anderen Medien. Das Potenzial von Podcasting bei SAP wird aber noch nicht voll ausgeschöpft und sollte in Zukunft besser genutzt werden. Die mobile Nutzung bzw. deren Vereinfachung (Podcasting via Blackberry) oder das eigene Erstellen von Podcasts durch die Mitarbeiter sind hier Handlungsfelder bei SAP. Ebenso ist geplant, Podcasts von  internen Experten noch mehr kontinuierlich zu erstellen, um so eine Nutzung auf Subskriptionsbasis zu ermöglichen und (weitere) eigene Communities  zu gründen. Die Integration mit formellem Lernen – z. B. Podcasts als weitere Medien im Medienmix innerhalb von Blended-Learning-Ansätzen – ist ein Punkt, der noch untersucht und weiter erprobt werden muss. Bis jetzt steht Podcasting eher neben anderen Medien und ist nicht integriert.  Das Risiko des bei SAP verfolgten dezentralen Ansatzes liegt auf der Hand:
Aufgrund der unabhängigen Erstellung von Microcontents durch verschiedene Produzenten ist der Zusammenhang zwischen den einzelnen Wissenseinheiten nicht mehr zwangsläufig gegeben. Daher erfordert dieses Vorgehen starke Eigenverantwortlichkeit vonseiten der Nutzer dabei, diese Microcontents selbst in ihren individuellen Arbeits- und Unternehmenszusammenhang zu stellen. Daneben erfordert es aufseiten der Verantwortlichen für die Podcast-Erstellung in den jeweiligen Geschäftsbereichen ein gewisses pädagogisch-mediendidaktischesWissen. Der Ansatz, den die SAP AG gewählt hat, wird den genannten Anforderungen jedoch gerecht und eröffnet damit die Möglichkeit, als Early Adopter den Einsatz von Podcasts zurWissensmultiplikation in globalen Business Communities voranzubringen.

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Podcasts zum Wissenstransfer und Lernen – Teil 6

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6 Evaluation von Podcasting

 

Eine Begleitstudie zur Evaluation von Videopodcasting bei SAP zielte darauf ab, dieWirksamkeit der pilotierten Podcastserie im Lernkontext zu überprüfen, deren Einflussfaktoren zu identifizieren und End-to-End  Solution Operation Standards zu beschreiben (Schwind 2008). Untersucht bzw. erfragt wurden neben der wahrgenommenen Qualität und der Akzeptanz der Lernumgebung auch die präferierten Nutzungsmodalitäten. Gegenstand der Befragung waren elf Videopodcast-Episoden im Interview-Format.  An derWeb Survey nahmen 82 Kunden, Partner und interne Mitarbeiter der SAPAG teil.

Als Motiv für die Nutzung der Podcasts führten die Befragten überwiegend die Notwendigkeit für ihre tägliche Arbeit sowie inhaltliches Interesse an; reines Interesse am Medium war hingegen nur bei jedem Fünften ein zusätzlicher Beweggrund. Diese Angaben belegen die Entwicklung von Podcasting vom Trendmedium hin zum etablierten Wissenstransfermedium.

Laut Umfrage wurden die Podcasts weder orts- noch zeitunabhängig eingesetzt, also nicht mobil, und wurden somit nicht zur Individualisierung des Lernens genutzt. Demzufolge verläuft die Wissensaufnahme berwiegend nicht mobil, eine Tatsache, die sich potenziell auch durch das Fehlen videokompatibler Endgeräte bei der Zielgruppe erklärt. Die Akzeptanz des audiovisuellen Präsentationskanals in diesem speziellen Nutzungsszenario ist demgegenber relativ hoch ausgeprägt: 80%der Teilnehmer gaben den Doppelkanal als den von ihnen in dieser speziellenWissenstransfersituation präferierten an. Die Zielgruppe bestätigte im Weiteren auch die hohe Relevanz des vermittelten Wissens sowie die einfache Handhabung des technischen Mediums. Insgesamt bewerteten die Nutzer das podcastgestützte Wissenstransferangebot als zufriedenstellend, obwohl sie speziell beim Punkt Effektivität noch Optimierungspotenzial sehen. Nach Analyse der offenen Kommentare der Befragten lässt sich dieser Punkt mit dem Bedarf spezifizieren, den stellenweise dichten Informationsgehalt der Folien aufzulockern.

Audiopodcasts

 Die Evaluation von Audiopodcasts bei SAP (Theis 2007) brachte folgende Ergebnisse:
Der Besitz eines mobilen Endgeräts als Kennzeichen der Affinität zu den neuen Medien des Web 2.0 wirkt sich positiv auf die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit des Lernens mit Podcasts aus.
- In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass viele Mitarbeiter den Vorteil,  dass Podcasts orts- und situationsunabhängig eingesetzt werden können, noch nicht nutzen.
Nachgewiesen wurde, dass die Mitarbeiter, die Podcasts bereits nutzen, ein größeres Interesse an weiteren Episoden entwickeln als Nichtnutzer.
-
Aus den empirischen Analysen konnten Handlungsempfehlungen für die SAP AG abgeleitet werden, um den Einsatz von Podcasts zu optimieren.
- Hier seien zum Beispiel die Bereitstellung von How-to-podcast-Animationen, die bessere Vermarktung von Podcasting während der Einführung sowie die Verbesserung der Befähigung der Podcast-Ersteller genannt.
-
 Insgesamt ähneln die Zufriedenheitswerte (Akzeptanz, Nutzen für die Praxis im Durchschnitt sehr denen der Evaluation von traditionelleren Lernformen wie E-Learning oder Klassenraum-Training. 

 

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Podcasts zum Wissenstransfer und Lernen – Teil 5

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  5 Podcasts zum Sales Enablement

Sales Enablement ist eine Mischform aus Information und Training für Vertriebsmitarbeiter, die sicherstellen soll, dass diese im und für den Verkaufsprozess jeweils optimal informiert und ausgebildet sind, und zwar im Hinblick auf Produkte, Prozesse und auch Soft Skills. Speziell imWissenstransfer zu neuen Produkten setzt die SAPAG Podcasting ein. Hier geht es um neue Beratungsprodukte und Referenzgeschichten, die meist als Interview mit Experten gestaltet werden, z. B. mit Kollegen, die für bestimmte Produkte verantwortlich sind oder Produkte erfolgreich eingeführt oder verkauft haben. Der Vorteil von Podcasting liegt dabei darin, dass es einfach und schnell auch im Fernzugriff konsumiert werden kann Die zielgruppengerechte Aufbereitung der Podcasts ist gerade im Vertriebskontext sehr wichtig. Bei SAP haben Podcast zum Sales Enablement deshalb u. a. die folgenden Charakteristika:

- Sie bieten – ohne zu viele Details – einen Überblick zum jeweiligen Thema in Form eines Interviews (und mit Folien-Zoom-Ins, falls es sichumVideopodcasts handelt).
 - Gleich zu Beginn eines Podcasts kommt immer die wichtigste Information. Es gibt keine längeren Intros oder Exkurse zu Hintergründen.
- Es werden kurze und prägnante Formulierungen gewählt, die ohne viele Abkürzungen oder Buzzwords auskommen, sodass sie z. B. auch für Freunde außerhalb des Unternehmens leicht zu verstehen sind.
- Alle Podcasts müssen Statements von Zielgruppenvertretern enthalten, damit die Glaubwürdigkeit gesteigert wird. 

Künftige Bemühungen werden hier noch stärker auf die einfachere Verteilung der Podcasts abzielen. So gibt es derzeit immer noch keinen 1-Click-Weg vom Podcast auf das Standard Sales PDA/Mobiltelefon, das Blackberry. Auch soll in Zukunft ein stärkerer Fokus auf Edutainment gelegt werden, um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen und die Lernmotivation der User zu steigern.
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