VN:F [1.8.4_1055]
VN:F [1.8.4_1055]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Nein, Podcasting ist nicht Internetradio auch kein Unternehmensfernsehen… oder doch?
”Wozu denn jetzt auch noch das? … Podcasting!” Das denken sicher viele die in Unternehmen von ihren Mitarbeitern und Kollegen mit Themen wie “Twitter”, “Podcasting” oder “Blogging” beglückt werden. “Wir schreiben doch schon andauernd e-mails und Newsletter, haben ein Portal aufgebaut… und jetzt sollen hier auch noch Ton- und Videoaufnahmen gemacht werden?” Wenn überhaupt, dann sollten das die großen Unternehmen machen, deren Kommunikationsabteilungen sich sowieso dauernd was neues ausdenken müssen. Für kleine Unternehmen ist das Blödsinn – zu aufwendig, zu teuer… und ausserdem will man nicht auch noch vor Mikrofon und Kamera müssen… Könnte durchaus so sein, stimmt aber nicht unbedingt.
Podcasting muss weder aufwendig noch teuer sein, besonders für Unternehmen, besonders für kleine Unternehmen. Und mal ehrlich… hat nicht fast jeder mal, sobald er oder sie zum ersten mal die Aufnahmetaste auf dem Kasettenrecorder gefunden hatte, ein eigenes Radioprogramm ausprobiert? Und die Eltern haben brav applaudiert? Also “Don’t be shy” – im Gegensatz zum e-mail schreiben kann Podcasting auch Spaß machen! Podcasting hat auf jeden Fall das Potential diejenigen die mit Informationen versorgt werden sollen, besser zu erreichen als es beispielsweise per e-mail funktionniert. E-mails bleiben oft ungelesen liegen, geraten in Vergessenheit oder werden ignoriert und wegsortiert. Eine direkte Ansprache über einen Audiokanal ist nicht nur persönlicher sondern auch flexibler, da sie auf dem Rechner, in der Bahn, im Auto, Flugzeug oder wenn man zu Fuß unterwegs ist immernoch ihren Weg in Ohren und Bewußtsein finden kann. Ignorieren kann man sie natürlich trotzdem – aber schon alleine die Neugierde auf eine neue “Sendung” kann das verhindern. Dazu kann man bei gesprochener Sprache eine Nachricht oft verständlicher und eindrücklicher transportieren als in schriftlicher Form. Eine Audio-Nachricht ist bestimmt nicht immer die beste Lösung, aber in etlichen Szenarien der schriftlichen Form überlegen. Der Blog-Artikel zu den Top 10 Podcasts innerhalb der SAP gibt schon einen Eindruck über die Vielfalt der Möglichkeiten, aber darüber hinaus gibt es viele weitere spannende Szenarien. So sind in vielen Bereichen heute auch bei kleinenern und mittelständischen Unternehmen Teams nicht immer an einem Ort angesiedelt sondern arbeiten von unterschiedlichen Standorten aus. Zum Beispiel im Vertrieb oder auch in der Softwareentwicklung. Hier bietet Podcasting eine starke Alternative zu e-mail und anderen Kanälen; wenn mann beispielsweise ein Team regelmäßig mit Informationen versorgen muß. Dies gilt insbeondere wenn die Kollegen häufig unterwegs sind wie zum Beispiel bei Beratungsunternehmen oder der klassische “Aussendienst”. Auch wenn in den meisten deutschen Unternehmen Web2.0, Social Media und Podcasting heute noch kein Thema sind, so ist das große Potential, das diesen Ideen und Konzepten innewohnt unbestreitbar. In ihrer Gesamtheit werden sie meist einen Umbruch in Zusammenarbeit und Kommunikation darstellen der sich aber nicht von heute auf morgen vollziehen wird. Es sind hier also gute Konzepte und Beharrlichkeit gefragt, um ein Bewußtsein zu schaffen das diesen Ansätzen eine Chance gibt sich zu etablieren. Dies darf aber nicht als rein technologiegetriebenes Unterfangen daherkommen, was viele Beispiele aus der Praxis zeigen, vielmehr stehen hier die Menschen, ihre Arbeitsweise und die dahinterliegenden Prozesse im Vordergrund. Ein interessantes Feld um neue Ideen zu wagen ist daher sicherlich das Podcasting, da sich hier zwei Faktoren hervorragend ergänzen können und man nicht gleich alles gewohnte über Bord werfen soll:
- Für den Umgang mit Audioinformationen sind die entsprechenden Medienkompetenzen vorhanden (jeder kennt z.B. Radio).
- Mobile Geräte, um sich Audioinhalte anzuhören, sind sehr weit verbreitet (Laptopp, Handy, MP3-Player)
Neu ist für viele die Art wie man die Inhalte “geliefert” bekommt: Automatisch per RSS z.B. im Web-Browser oder in iTunes oder einem Blog. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit Feedback zu geben. Man geht also nicht nur auf “Sendung” sondern etabliert auch einen Rückkanal. Diese Punkte werden im vierten Teil dieser Serie noch genauer besprochen. Da das Thema Podcasting in Unternehmen letztendlich doch recht Umfangreich ist, möchte ich in diesem und drei weiteren Blog-Artikeln genauer zeigen, wie man Podcasting testen und starten kann, Tips geben die helfen bei der “Stange” zu bleiben und dabei einen erfolgreichen, nützlichen und interessanten Kommunikationskanal zu öffnen.
Teil I: Im Unternehmen auf Sendung gehen
Teil II: Podcasts produzieren (selbst gebaut mit Diktiergerät, PC – Recordersoftware, Headset & Camcorder - oder eine externe Agentur die hilft – der Weg zum fertigen Podcast bietet viele Möglichkeiten)
Teil III: Audio oder Video (Das reine Audio – hören oder bewegte Bilder? Gibt es einen Königsweg?)
Teil IV: Sendemast und Rückkanal (Wie versorge ich die Mitarbeiter mit den Podcasts und bekomme Feedback)